Was ist passiert?

Die Grimme Preis-verzierte Televisions-Visage Klaas Heufer-Umlauf startete am 08.07.2018 via YouTube-Einspieler einen Spendenaufruf zugunsten der zivilen Seenotrettung. Ziel dieses Zivilcourage-Blockbusters ist es, ein oder mehrere Schiffe zu chartern, um im Mittelmeer in Not geratene Asylsuchende vor dem Ertrinken zu retten. Damit soll die Arbeit des Rettungsschiffs „Lifeline“ fortgesetzt werden, das Ende Juni von den maltesischen Behörden beschlagnahmt wurde.

Was ist das Problem?

Dies ist doch offensichtlich. Solch eine Aktion ist
1. ein gefährlicher Eingriff in den Wasserstraßen-Verkehr.
2. ein Schlag mit der Spaßkiller-Klatsche mitten ins Antlitz der vermeintlichen Rettungsanwärter.
3. eine Verbrüderung mit Zeitgenossen der übelsten Sorte.

Was sagt man dazu?

Zu 1.

Sollte es Klamauk-Gollum Heufer-Umlauf tatsächlich gelingen, ein oder mehrere Schiffe in See stechen zu lassen, wäre dies eine Schande-beladene, strafwürdige Missetat. Diese Schlepper-Boote könnten bei einer Rettungsmission Kreuzfahrtschiffen in die Quere kommen. Sie würden so abscheulicher Weise die Weiterfahrt der Frohsinns-Kähne verzögern, oder schlimmstenfalls sogar eine Kollision mit ihnen verursachen. Die Urlaubsstimmung der Passagiere jedenfalls wäre gründlich in der distalen Darmöffnung.

Zu 2.

Wer sagt denn, dass diese Menschen überhaupt gerettet werden wollen? Vielleicht stört dieses lächerliche Humanitäts-Spektakel einen Familien-Badeausflug? Man darf sich von der hohen Zahl an Leuten auf einem derartigen Party-Boot nicht täuschen lassen. Wie jeder weiß, rammeln unsere farbigen europäischen Nachbarn doch tagein, tagaus wie die Karnickel. Eventuell haben im Zuge solch einer Bootstour lediglich ein paar Abenteuer-Liebhaber einen Erlebnisgutschein – Flüchtlings-Edition – eingelöst? Oder es handelt sich um eine Mutprobe? Oder, oder… Wer kann sich schon wirklich in diese Schwarzen hineinversetzen?

Zu 3.

Verbrecher, das ist mal Fakt, sind nicht etwa die Schlepper, die immer mehr Asylsuchende ohne zu zögern in seeuntüchtige Wracks pferchen. Sie muss man gerechterweise als gewiefte Geschäftsleute betrachten, die naturgemäß ein Interesse an EBITDA-Steigerung und Eigenkapitalrentabilitäts-, Gewinn- und Cash-Flow-Maximierung haben. Nein, die wahren Kriminellen sind diese verabscheuungswürdigen NGO-Hilfsprotze, die Selbstlosigkeit ausschwitzen und Barmherzigkeit defäkieren. Sie befeuern durch ihr übereiltes sowie eigenmächtiges Agieren doch nur den Fluchtreigen. Und ausgerechnet mit diesen Lausejungen macht der trällernde, Jux-affine Frisör aus Oldenburg nun gemeinsame Sache.

Fazit?

Womöglich leidet der empfindsame Heiterkeits-Poet noch bitterlich darunter, dass er sich vor nicht allzu langer Zeit seinen bebrillten, Schabernack-freudigen siamesischen Zwilling, J.W., mit einem rostigen Löffel hat abschaben lassen. Eventuell fühlt er sich sogar schuldig und sinnt auf universelle Widergutmachung. In diesem Fall muss man ihm mildernde Umstände zuerkennen. Andernfalls jedoch sollte diese unzarte Scharlatanerie gnadenlos bestraft werden: 24 Stunden Gruppen-Kuscheln mit schmerbäuchigen Helene Fischer Fans, während „Atemlos“ auf Dauerschleife läuft.

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