Was ist passiert?
In den ersten sechs Monaten dieses Jahres sank die Anzahl der durch die Bundesregierung erteilten Ausfuhrgenehmigungen für Rüstungsgüter. Insgesamt wurden Waffenexporte im Wert von 2,6 Milliarden Euro bewilligt. Dies entspricht einem Rückgang von etwa 1 Milliarde Euro gegenüber dem gleichen Zeitraum des Vorjahres. Ein Grund hierfür ist die langwierige Regierungsbildung, die eine schleppende Bearbeitung entsprechender Anträge der Rüstungsunternehmen zur Folge hatte.
Was ist das Problem?
Mit dieser beschämenden Zurschaustellung von Stümperhaftigkeit seitens der Bundesregierung wird einer unserer prestigeträchtigsten Wirtschaftszweige in die Bredouille gebracht.
Was sagt man dazu?
Fakt ist: die Welt liebt deutsche Waffen. In allen vier Himmelsrichtungen setzt man auf auserlesene Rüstungsgüter germanischer Provenienz, wenn es darum geht, hundsgemeinen Schurken die Flausen auszutreiben.
„Typisch deutsch“, können wir uns an diesem huldigungswerten Erfolg jedoch nicht so recht erfreuen. Anstatt glückselig und voll des Lobes für diesen unschätzbar wertvollen Beitrag zur Friedenssicherung und Stabilität in den Krisenregionen unserer Welt zu sein, verfallen wir reflexartig in Lamentieren und Meckern.
Dies wiederum scheint wohlgeübte Praxis. Nicht erst seit heute wird die ersprießliche Allianz zwischen Waffenschmieden und loyalen Politik-Kumpanen gleich von mehreren Seiten unter Beschuss genommen, sowie übelster Propaganda ausgesetzt:
• In der Parteienlandschaft treten insbesondere „Die Linke“ und „Bündnis 90/Die Grünen“ als Madig-Macher in Erscheinung. Immer wieder schlagen die selbsternannten Hüter von Sitte und Anstand mit der dicken Keule auf die Rüstungsunternehmen ein.
• Zivilgesellschaftlich sticht unter anderem die sogenannte „Friedensbewegung“ hervor. Jahr für Jahr ziehen zahlreiche Pazifismus-Junkies und allerlei alternatives Geschmeiß zu Ostern durch die deutschen Innenstädte, die „kriegstreibende“ Politik geißelnd und einen Stopp aller Rüstungsausfuhren fordernd.
Als wären diese ungalanten Anfeindungen nicht schon Bürde genug, zerfällt nun auch noch die Unterstützung aus Regierungskreisen in Schutt und Asche. Jüngst entdeckte die SPD ihre friedenliebende Seite wieder und pochte in den Koalitionsverhandlungen mit der Union auf strengere Exportrichtlinien.
Alles in allem ist dies ein groteskes Desaster, denn mit dieser Torheit schaden wir nicht nur unseren ruhmbedeckten Kriegsgeräte-Züchtern. Zu leiden haben beispielsweise auch die Armeen und Spezialeinheiten jener Nationen, die nun in Ermangelung teutonischen Qualitäts-Tötungsmaterials auf Schieß-Werkzeug von minderer Güte zurückgreifen müssen.
Fazit?
Dieses politische Totalversagen droht einer zukunftsträchtigen Branche den Stecker zu ziehen und gefährdet damit leichtfertig Arbeitsplätze hier bei uns im Lande. Darüber hinaus macht es Soldaten und Einsatzkräften rund um den Globus das Leben schwerer und nimmt ihnen auch ein Stück weit die Freude am Töten. Nachhaltige Abhilfe ist daher ein Gebot der Menschlichkeit und duldet keinen weiteren Aufschub.