Was ist passiert?

Am 22.08.2018 nahm auf Beschluss des Bundeskabinetts ein aus 10 Mitgliedern bestehender Digitalrat seine Arbeit auf. Dieser soll die Modern-Werdung Deutschlands beispielsweise in den Bereichen Schule und Verwaltung gepflegt vorantreiben.

Was ist das Problem?

Kein Mensch braucht diesen neumodischen Kokolores.

Was sagt man dazu?

Der Geistesblitz, die Schullandschaft zu digitalisieren, kann nur dem feuchten Traum eines Rechenknecht-Dealers entsprungen sein.  Lehrer-Peinigern – insbesondere den Mitesser-Matten unter ihnen – Computer und entsprechendes Wissen angedeihen zu lassen, ist wie Affen eine Waffe in die Griffel zu drücken. Wer ernsthaft glaubt, diese Pubertäts-umnachtete Primaten-Meute würde die erworbenen Fähigkeiten zum Gedeih unseres schönen Landes oder zur Rettung der Welt einsetzen, verdient die Hölle die sich unter uns auftun wird. Ein kurzer Blick auf die uns bereits heute heimsuchenden Folgen der Computerisierungs-Infektion genügt. Brauchen wir tatsächlich noch mehr testosteronsabbernde Auto- oder Prank-Dumpfbatzen, die auf YouTube ihre primären Geschlechtsmerkmale zum Vergleich anbieten und sich bei erster Gelegenheit durch die Geist-missende Fangirlschaft beischlafen? Brauchen wir tatsächlich noch mehr Pseudo-Anarchos, die meinen das Hacken von Institutionen, Behörden oder Privatcomputern wäre ein Ausdruck von Subversion und Systemkritik? Brauchen wir tatsächlich noch mehr Endgeräte-Untertanen, die sich ohne Smartphone oder Tablet gleichsam verloren fühlen, wie Braun-Gesinnte in einer Bibliothek?

Oder betrachten wir den Bürger-Service. Möchte man uns allen Ernstes das erste-Sahne-Vergnügen eines traditionellen Behördenbesuchs nehmen? Wer gedenkt nicht sehnsuchtsvoll seines letzten Bürgeramt-Tagesausflugs? Wer liebt nicht jenen Griesgram-Odeur, den die Insassen teutonischer Amtsstuben ausdünsten? Wer badet nicht gerne in sonnigen Erinnerungen an folgendes süchtig machende Prozedere:

1. Nummer ziehen.
2. Stundenlang bange den Aufruf-Monitor anstarren. Währenddessen den Allmächtigen anflehen, die Gnade einer Audienz erfahren zu dürfen, bevor die 15.00-Uhr-Dienstschluss-Guillotine fällt.
3. Sich von Menschen-Abscheu trunkenen Öffentlicher-Dienst- Fronarbeitern gemütsarm abkanzeln lassen – gleichgültig, welches Anliegen man anzubringen gedachte.
4. Noch mal wiederkommen müssen, weil ein irgendein Dokument fehlt.

Fazit?

Warum bewährte Konzepte und Verfahrensweisen ohne Not über Bord werfen? Warum deutsches Kulturgut leichtfertig aufs Spiel setzen und kommenden Generationen das Verzückungsfeuer eines klassischen Behördengangs vorenthalten? Warum Schülern noch mehr Verheerungs-Werkzeuge in die Hand geben? Nur, um bei einer vermeintlichen Technologie-Revolution an vorderster Front den Heros mimen zu können? Dieser Preis ist unzweifelhaft zu hoch.

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