Was ist passiert?

Anfang Juli dieses Jahres wurde die Baustelle für die Kaimauer des im Entstehen begriffenen Cottbuser Ostsee eingerichtet. Dieses Gewässer wird im Rahmen der Rekultivierung des ehemaligen Tagebaus Cottbus-Nord angelegt. Im November 2018 soll die Flutung des Tagebaurestlochs beginnen, welche voraussichtlich bis 2025 andauern wird. Der Cottbuser Ostsee ist dann mit einer Fläche von 19 Quadratkilometern für längere Zeit der größte künstliche See Deutschlands und soll als Touristen-Magnet dienen.

Was ist das Problem?

Hinter dieser vorgeblichen Weiterentwicklung und Zukunftssicherung der Region verbirgt sich eines der größten sowie perfidesten Täuschungsmanöver der jüngeren deutschen Geschichte.

Was sagt man dazu?

Chapeau vor so viel Kaltschnäuzigkeit. Mit der oben skizzierten „Wir-sorgen-uns-um-euch“-Kampagne lullt man den ortsansässigen Plebs erfolgreich ein. So bleibt zunächst im Verborgenen, was lediglich mit investigativer Unerbittlichkeit aufzudecken ist: manche Regionen tief im Osten der Republik werden als geldverbrennender Club von Dauer-Verbitterten und daher entbehrlich betrachtet – nicht wenige Westbürger, so wird kolportiert, schreiben dieses Attribut der gesamten ehemaligen DDR zu.

Da man jene abgeschriebenen Provinzen weder gewinnbringend veräußern noch einfach abstoßen kann, ist Schadensminimierung das Gebot der Stunde. So werden beispielsweise in Brandenburg unter dem wohlklingenden Titel „Lausitzer Seenland“, zu dem auch der Cottbuser Ostsee gehören wird, ganze Landstriche vorsätzlich unter Wasser gesetzt. Ziel ist es, das Bürde-Gebiet Schritt für Schritt in eine riesige, weitgehend menschenleere Wald- und Seenlandschaft zu verwandeln, in der dann gestresste, Ost-Alimente zahlende Bürger aus dem Besser-Deutschland Urlaub machen können.

Zwei Faktoren erweisen sich als Glücksfall bezüglich dieser Strategie:

 
• Demografie: diese Landesteile werden vornehmlich von Menschen bevölkert, die der Zahnprothesenträger-Fraktion zugeordnet werden können und in absehbarer Zeit gen letzte Ruhestätte streben. Alle anderen, die so töricht sind, nicht das Weite zu suchen, werden zu Service-Sklaven umgeschult. Irgendjemand muss schließlich als Sänften-Träger dienen, um in dieser rauen Umgebung edle Touristen-Hufe vor der Besudelung mit Dreck zu bewahren.

 
• Gottesgnade: der Allmächtige hat in seiner unendlichen Güte dafür gesorgt, dass circa 11.000 Quadratkilometer – dies entspricht 35,4 Prozent der Landesfläche Brandenburgs – bereits von Baum-Ansammlungen bedeckt sind.

Weitere 700 Quadratkilometer sind derzeit mit Wasser bekleidet – und es werden immer mehr. Noch einige ehemalige Tagebaue warten auf ihre Bewässerung.

Fazit?

Diese Entwicklung ist nicht mehr aufzuhalten. Daher ist es an der Zeit, die Wahrheit in hellem Licht erstrahlen zu lassen. Viele historisch bewanderte Zeitgenossen werden es nur unter Tränen akzeptieren können, dass nach Preußen und dem Sudetenland weitere Ostgebiete de facto aufgegeben werden müssen. Um den Schmerz besser verwinden zu können, sollte man sich eine alte medizinische Weisheit vor Augen führen: um den Körper zu retten ist es schlichtweg unabdingbar, faulende Gliedmaßen abzutrennen.

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