Was ist passiert?

In einem am 28.10.2018 in der „Bild am Sonntag“ veröffentlichten Interview weist Polens Staatsoberhaupt Andrzej Duda darauf hin, dass er die Reparationsfrage keineswegs als erledigt betrachtet. Unserem in letzter Zeit etwas Rechtsstaat-lahmen Nachbarland stünden laut eines vom ehemaligen polnischen Präsidenten Lech Kaczynski 2010 in Auftrag gegebenen Gutachtens 690 Milliarden Euro an deutschen Ausgleichszahlungen zu. Bald-nicht-mehr-Merkel-Land hingegen vertritt die Position, dass sämtliche Reparationsansprüche mit dem Zwei-plus-Vier-Vertrag von 1990 erloschen seien.

Was ist das Problem?

Der hochgeschätzte Repräsentant des wegen seiner gleichsam heiteren wie schelmischen Personal-Rochaden am obersten polnischen Gericht ins Visier der EU-Kindermädchen geratenen osteuropäischen Lausejunge-Staats vergisst eine entscheidende Tatsache. Rechnet man die Material- und Kapitalabflüsse der letzten Jahre in Richtung Polen dagegen, ist ein wesentlicher Teil der attestierten „Schuld“ sicherlich schon beglichen worden.

Was sagt man dazu?

Was Duda und seinen Vorgängern nicht gelungen ist, haben unzählige im Bereich der Sach- und Finanzakquise selbständige Landsleute zumindest teilweise bewerkstelligt. Besonderes Augenmerk muss in diesem Zusammenhang auf die Standortverlagerung von allerhand Automobil-Einheiten gelegt werden. Auffällig dabei ist, dass die Fahrzeug-Mopser nicht nur über einen lobenswerten Sinn für Ästhetik sowie Qualität verfügen. Sie rühmen sich auch einer jedem Zweifel kampfeslustig die Stirn bietenden Berufsehre. Aus diesem Grunde ist es auch nicht verwunderlich, dass sie ihre kostbare Zeit nicht mit bemitleidenswerten Auto-Experimenten wie Peugeot vergeuden. Standesbewusst greifen sie zielgerichtet ins oberste Regal und lassen bevorzugt fahrbare Untersätze deutscher Abstammung den Besitzer wechseln. Dementsprechend ist fraglos ein hübsches Sümmchen in die weit geöffneten Taschen alternativer Auto- beziehungsweise Autoteilehändler geflossen.

Hinzu kommen bei ausgedehnten Wohnungs-Besichtigungstouren eingeheimste Elektronik-Delikatessen wie Fotoapparate, Laptops oder Tablet-PCs. Diese werden von den arbeitsamen, Langfinger-bestückten EU-Hausgenossen polnischer Provenienz in klingende Münze umgewandelt, und zahlen somit auf das „Wiedergutmachungskonto“ ein.

Nicht vergessen werden sollen an dieser Stelle auch die direkten Bareinnahmen, welche bei Entwendungs-Orgien in Wohnstätten oder der Knall- und Rauch-flankierten Entleerung von Geldautomaten generiert werden. Und wieder klingelt es in der Entschädigungs-Kasse…

Fazit?

Wenn wir den Dingen ihren Lauf lassen, wird sich die Diskussion über Reparationsforderungen in ein paar Jahren von selbst erledigt haben. Bis dahin sollten wir unseren lediglich um Gerechtigkeit bemühten Nachbarn ein wenig Verständnis und Hilfsbereitschaft angedeihen lassen. So empfiehlt es sich, mindestens einmal im Jahr überflüssige Elektrogeräte – über die gewiss jeder von uns verfügt – einfach vor der Haustür abzustellen. Dies erleichtert den eifrig schuftenden Verbringungsexperten ihre Arbeit und erspart eine Menge tatimmanenter, unangenehmer Begleiterscheinungen wie kaputte Türen oder durchwühlte Schränke. Jeder ist eingeladen, den Arm der Versöhnung auszustrecken und den Startschuss für weitere Unterstützungsmaßnahmen zu geben. Es lebe die Völkerverständigung…

Hinterlasse einen Kommentar