Aufgemerkt: Altenaufmarsch angekündigt

Was ist passiert?

Der Präsident des Statistischen Bundesamtes, Thiel, verbreitete dieser Tage die schreckensschwangere Kunde, dass die 65-und-älter-Mitbürger in Zukunft eine immer bedeutendere Rolle im gesellschaftlichen Gefüge spielen werden. Nicht nur, dass sie sich vermehren wie die Karnickel. Immer mehr von ihnen arbeiten bis ins hohe Alter und sie beteiligen sich auch überdurchschnittlich häufig an Wahlen. Dies verschafft ihnen enormen Einfluss auf die politische Themensetzung.

Was ist das Problem?

Die Hölle öffnet ihre Pforten und eine Horde tatteriger Rollator-Kutscher tritt heraus. Wer kann, sucht – und der Allmächtige gebe es: findet – das Weite. Alle anderen werden ihre törichte Unbedarftheit schmerzlich bereuen, denn die Grauhaar-Bataillone sind nicht zum Spielen gekommen. Sie werden unbarmherzig alles niederwalzen, was sich ihnen in den mit dem Schweiß und Blut zahl- sowie namenloser Altersgaudi-Finanzierungssklaven getränkten Weg stellt.

Was sagt man dazu?

Welche Auswirkungen wird es haben, wenn immer mehr baufälliges Senioren-Volk durch die Straßen flaniert? Man kann es lediglich erahnen. Eines jedoch steht unumstößlich fest: wir werden nicht umhinkommen, unser Sein und tägliches Tun der neuen Realität anzupassen. Folgende Ratschläge sollte man beherzigen, will man nicht unversehens zu einem beklagenswerten Blutzeugen eines Wüterei-willigen Geronten-Mobs werden:

1. Grundsätzlich empfiehlt es sich, Zusammenrottungen von Altersrenten-Saugern zu meiden. Dies bedeutet in letzter Konsequenz, dass künftig Cafés um die Mittagszeit, Nordic-Walking geeignete Parkanlagen, Weinlokale am Abend und sämtliche Gartenausstellungen No-go-areas sind.

2. Immer mindestens einen Besänftigungs-Pudding dabeihaben. Im Zustand gesteigerter Empörung befindliche Senilitäts-Opfer lassen sich durch den süßen, Zahnersatz-freundlichen Gaumenschmeichler wieder auf Normal-Null zurücksetzen.

3. Das eigene Repertoire an Volksliedern und Schlagern einer kritischen Prüfung unterziehen! Sollte einen einmal das Unglück damit schlagen, in einem Meer aus krakeelenden, ebenso schunkel-bereiten wie alkoholseligen Antik-Bürgern schwimmen zu müssen, ist Anpassung die einzige taugliche Überlebensstrategie.

4. Es kann nicht schaden, den eigenen Gedächtnispool mit Wissen über die 30iger und erste Hälfte der 40iger Jahre des 20. Jahrhunderts aufzufüllen – die Zeit, der viele dem Verfallsdatum entgegenstrebenden Greise wehmütig gedenken. Schlagwörter und Redewendungen wie „Autobahn“, „der böse Russe“ oder „der große Führer“, sollten im Hinterkopf abgespeichert werden. Sie sind wahre Stimmungsbomben und können im Fall der Fälle gezündet werden.

5. Einen Apotheker oder Arzt als Freund gewinnen. Wer sich mit dem Zugang zu einer verlässlichen Quelle Glücks- und Laune-Spender brüsten kann, steht bei der Senioren-Kaste hoch im Kurs. Er kann sich darüber hinaus mit ein wenig Geschick den ein oder anderen Taler dazuverdienen. Aber Vorsicht: den Bogen nur nicht überspannen – zu Risiken und Nebenwirkungen fragen sie die fürs Leben gezeichneten Kreaturen, die es gewagt haben, sich zwischen einen bejahrten Pillen-Lutscher uns sein Objekt der Begierde zu stellen.

Fazit?

Die im Anrollen begriffene Alters-Flutwelle wird für massive Verheerungen sorgen. Jungen Leuten kann man nur raten, tüchtig dagegen anzubeischlafen und Klein-Bürger in die Welt zu setzen. Nur so kann es gelingen, die Senioren-Tyrannei noch abzuwenden und die gottgewollte Hackordnung wiederherzustellen.