Eklatant: Energiekonzern eingekeilt

Was ist passiert?

Am 13. September rauschte der Rechtsstaatshammer auf eine Horde Baum-Verehrer im Hambacher Forst nieder. Polizisten verhafteten mehrere Umweltaktivisten und begannen damit, die von den Störenfrieden errichteten Baumhäuser zu dekonstruieren. Mittels dieses heroischen Einsatzes verhalfen die Uniformierten dem Energiekonzern RWE zu seinem Recht. Dieser plant, ab Oktober Teile des Waldstücks zu roden, um den Braunkohle-Abbau im Tagebau Hambach fortführen zu können.

Was ist das Problem?

Wieder einmal bricht sich die Torheit einiger ebenso intelligenzallergischer wie charakterloser Zeitgenossen ungebremst Bahn – und damit sind mitnichten die bedauernswerten Verantwortlichen des vielgescholtenen Strom- und Glückslieferanten RWE gemeint.

Was sagt man dazu?

Energiekonzerne sind in der öffentlichen Wahrnehmung die Muslime unserer heimischen Hochglanz-Unternehmen: ungeliebt, aber sie gehören irgendwie dazu. In den vergangenen Jahren wurde ihnen vermittels unter Pöbel-Druck geborener, verabscheuungswürdiger Politik-Verfehlungen die Penunze-Dusche auf „kalt“ gestellt. Erst schüttete man den holdseligen Energie-Feilbietern quasi von heute auf morgen die Atomstrom-Goldgrube zu. Dann wurden sie uncharmanter Weise mehr oder weniger dazu genötigt, Abermilliarden von ihren unter Schweiß und Tränen zusammengekratzten Euros in erneuerbare Energien zu investieren. Nun sollen sie nach dem Dafürhalten zahlreicher der Realität entrückter männlicher und weiblicher Umwelt-Huren auch noch die Kohleverstromung möglichst gestern beenden.

Gott sein Dank hat sich zumindest ein Teil unserer Politiker-Kaste der Beteiligung an dem Vernichtungsfeldzug gegen die Industriemonumente widersetzt und sich auf die Seite der Aussätzigen geschlagen. Dieser couragierten Parteinahme verlieh die CDU-geführte Landesregierung von Nordrhein-Westfalen Ausdruck, indem sie die ultimative Allzweckwaffe gegen aufmüpfige Protest-Schausteller ins Feld schickte: Beamte. Ihrem natürlichen Habitus gerecht werdend, eröffneten die Staatsbediensteten den verdutzten Gehölz-Okkupationstruppen sachlich und nüchtern, dass ihre selbstgeklöppelten Wohnstätten nicht den gesetzlichen Bauvorschriften entsprechen. Demzufolge müssten sie zurückgebaut werden. Anschließend rückte die Infanterie vor und begann damit, Mensch sowie Material aus dem umkämpften Waldstück zu entfernen.

Man kann diesen Schachzug nur begrüßen. Schließlich hat man lange genug tatenlos zugesehen, wie selbsternannte Naturretter den Ruf unserer einst ruhmreichen Lebenssaft-Spender mit an den Haaren herbeigezogenen Anschuldigungen demontierten. Es ist höchste Zeit, den Zumutungs-Reigen zu durchbrechen. Wer Juwel-Firmen wie RWE davon abhält, ihr Tagwerk effizient zu verrichten, versündigt sich an der Allgemeinheit und stinkt. Letzten Endes sind es doch ebenjene Energieunternehmen, die den Laden am Laufen halten. Aus diesem Grunde ist es auch recht und billig, dass ihnen Taler und Hochachtung in Hülle und Fülle zuteilwerden.

Fazit?

Jeder, der anders als die Forsterlöser-Klappspaten, seinen Wohnsitz nicht langfristig in einer Baum-Bruchbude verortet und zudem nur bedingt darauf steht, seinen Mitmenschen übelriechend und verlaust gegenüberzutreten, sowie seine Fäkalien in Plastikbeuteln zu sammeln, muss seine Stimme pro RWE erheben. Und wer weiß, vielleicht hat Donald Trump letztendlich doch Recht mit seiner kühnen These, der Klimawandel sei eine Erfindung der Chinesen. Insofern: lasst das CO2 emporquellen…