Was ist passiert?
Der Bundesverband deutscher Schwimmmeister hat sich besorgt zu Wort gemeldet, weil knapp die Hälfte der Fünftklässler nicht sicher oder gar nicht schwimmen können. Darüber hinaus beklagen die Freibad-Tyrannen, dass immer mehr Eltern ihre Aufsichtspflicht vernachlässigen. Anstatt mit ihrem Nachwuchs ins Schwimmbecken zu gehen, zögen viele der Blagen-Wächter es vor, sich mit ihrem Smartphone zu verlustieren.
Was ist das Problem?
Diese Behauptungen sind
1. eine geschmacklose Panikmache und
2. eine schändliche Dämonisierung erziehungstechnisch auf der Höhe der Zeit agierender Eltern.
Was sagt man dazu?
Zu 1.
Die Bademeister-Clique unterschlägt ungeniert, dass viele der vermeintlich gefährdeten Kinder gar nicht ertrinken können. Der Grund: ihr Körper besteht zu wesentlichen Anteilen aus Fett. Laut der KIGGS-Studie (2003-2009) des Robert-Koch-Instituts sind in Deutschland 15 Prozent der Kinder und Jugendlichen zwischen 3 und 17 Jahren übergewichtig, 6 Prozent sogar adipös. Insbesondere der zweiten Gruppe, die einschüchternde 800.000 Mann/Frau stark ist, droht keine Gefahr, da
a. die überwiegende Anzahl der aufgedunsenen Klein-Menschen aufgrund ihrer letztklassigen Kondition erst gar nicht den Weg von der Liegewiese bis zum Schwimmbecken schaffen. Schwitzend, schnaufend und winselnd wird die Masse-Bewegung abgebrochen und die nächstgelegene Ruhemöglichkeit aufgesucht.
b. diejenigen, die doch das erfrischende Nass erreichen, durch die Naturgesetze umsorgt werden. Fett – unpolar – lässt sich mit Wasser – polar – nicht mischen. Fett ist außerdem leichter als Wasser und schwimmt daher oben. Unbeantwortet soll an dieser Stelle die Frage bleiben, warum die Natur sich den grausamen Scherz erlaubt, gerade die Krankenkassen-Albträume unter ihren persönlichen Schutz zu stellen.
Um die Ertrinkungsgefahr für die zukünftigen Herzinfarkt- und Schlaganfallempfänger weiter zu reduzieren, sollte man in den Gefahrenbereichen möglichst engmaschig mobile Pommesbuden und Eisdielen platzieren. Diese Maßnahme senkt das Risiko, dass die Quadrat-Menschen überhaupt mit Wasser in Berührung kommen, auf nahezu null Prozent.
Zu 2.
Die angesprochenen Eltern folgen lediglich neuesten Erkenntnissen der Erziehungsforschung. Diese besagen, dass man seinen Sprösslingen möglichst viel Freiraum gewähren sollte. Nur so könnten sie lebensbefördernde Erfahrungen sammeln und sich zu selbstbewussten, eigenständigen Individuen entwickeln. Die Verteidigung der 360°-Instandhaltung kann nur dem wirren Gedankenrauschen eines reaktionären Kinderhassers entspringen. Ferner sollte man aber auch die Möglichkeit nicht ganz außer Acht lassen, dass Kniebeißer-geplagte Erziehungsberechtige hier eine Chance sehen, sich ihres nervensägenden Armutsrisikos zu entledigen. Man weiß es nicht…
Fazit?
Diese BILD-eske Sensationsmache bricht im Wahrheits-Glanz einer seriösen Fakten-Überprüfung schneller zusammen, als ein Folter-Opfer im Assad-Gefängnis. Sie muss daher umgehend in der Fake-News-Tonne entsorgt werden.
Weitreichend beobachtet 😂
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Ich gebe mir die größte Mühe, die Realität so genau wie möglich abzubilden 😉
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